Ich weiss auch nicht, die Zeit rast und ich habe immer noch nicht über unseren Besuch beim Institut für Humangenetik berichtet. 
Die Beratung im Dezember hat 2,5 Stunden gedauert und war sehr interessant. Wer / warum / wie / was – alles perfekt vom Doc erklärt, mit vielen Beispielen, Bildern etc. Sogar so erklärt, dass es Laien verstehen! Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass Genetik ein megainteressantes Thema ist. Was alles geht, was man bekommen kann (HNPCC) und wie das festgestellt wird, durch ein paar Tropfen Blut. Erstaunlich.
Ein wichtiger Punkt der Beratung, der bisher überhaupt nicht angesprochen wurde, Hautkrebs! Bei HNPCC besteht ein erhöhtes Risiko an Hautkrebs zu erkranken. Hier wurden wir explizit darauf hingewiesen.
Hautkrebs scheint gern “unter den Tisch zu fallen”…
Auf die Ergebnisse der Blutuntersuchung haben wir knapp 3 Monate gewartet.
Wir waren gestern zur Bekanntgabe des Ergebnisses eingeladen. Man muss übrigens ausdrücklich zustimmen, dass man das Ergebnis erfahren will. Bei Personen, die noch nicht erkrankt sind, durchaus sinnvoll, da ein festgestellter Gendefekt (der Krebstumore verursacht) weitreichende Folgen haben kann (als Beispiel wurde der Abschluss einer Lebensversicherung genannt – hier könnte es zu Problemen kommen
).
Für uns als Betroffene / Angehörige stand ausser Frage was wir wollen: Wir wollten es wissen! Es handelt sich nicht um einen Defekt im MSH2 Gen (wie erst vermutet), sondern im MSH6. Dies ist weitaus seltener – allerdings auch nicht wirklich besser / schlechter. An der Diagnose ändert sich nichts. Lt. Doc scheint es momentan so, als wäre die Erkrankungshäufigkeit bei diesem Gendefekt seltener. Die Forschung hierzu steckt leider noch in den Kinderschuhen und aussagekräftige Studien gibt es noch nicht. Tja… ist wohl wie ein 6er im Lotto, an sowas zu erkranken, bzw. den Gendefekt vererbt zu bekommen. Der 6er im Lotto wäre uns allerdings lieber 
Inwieweit die Family meines Mannes betroffen ist, oder ob er der Erste ist, bei dem das Gen mutiert ist, wird sich noch rausstellen. Hier stehen die Blutuntersuchungen noch aus. Jedoch wird mit schnelleren Untersuchungsergebnissen (ca. 1 Monat) gerechnet.
Ansonsten sind wir fit *aufHolzklopf*… die 5. Nachsorge haben wir auch hinter uns. Die Überweisung für CT und Hautarzt warten auf ihren Einsatz. Nun gilt es die nächsten Termine zu vereinbaren und die Untersuchungen gut zu überstehen. Daumendrücken bitte! 
Nachdem die Diagnose nun endgültig bestätigt ist, wissen wir, dass eine engmaschige, lebenslange Nachsorge (Vorsorge) unerlässlich ist. Wir werden uns daran halten und lieber einmal mehr zum Checkup (Durchsicht
) gehen, als einmal zu wenig.
Soviel erst einmal von mir.
Ich wünsche allen Mitlesern sonnige Ostern! 
Bis bald!